Fischerprüfung Saarland

Um den Angelschein / Fischereischein im Saarland zu erwerben, musst du die Fischerprüfung ablegen. Mit dem Prüfungszeugnis erholst du dann deinen Angelschein, mit du dir Erlaubniskarten für die Gewässer deiner Wahl kaufen kannst.

Bei der Fischerprüfung in Saarland erhältst du einen Fragebogen mit 60 Prüfungsfragen zum Ankreuzen im “Multiple-Choice-Verfahren”. Eine praktische Prüfung gibt es hier nicht.

Um aber insbesondere auch Onlineteilnehmern den praktischen Umgang mit den Fanggeräten sowie den waidgerechten Umgang mit gefangenen Fischen zu vermitteln, schreibt der FV Saar ein 2 – 3 stündiges Praktikum vor. Dies kann auf Wunsch am Prüfungstag absolviert werden.

Zu den fünf Themengebieten gibt es 480 Prüfungsfragen, von denen dir 60 Stück in der Prüfung vorgelegt werden. Du erhältst also je 12 Fragen pro Themengebiet. Zur Beantwortung hast du zwei Stunden Zeit.

Wenn du mindestens 45 von 60 Fragen richtig beantwortet hast, gilt die Prüfung als bestanden. 

Die Kosten liegen bei 150 Euro.

Der Vorbereitungslehrgang

Die Lehrgänge werden meist im Frühjahr und Herbst von autorisierten Ausbildern der Fischereiverbände angeboten. Sie verlaufen in der Regel über mehrere Wochen oder Wochenenden und finden in Schulungsräumen, Fischerheimen, Schulen usw. statt.

Während der gesamten Lehrgangsdauer besteht nachgewiesene Anwesenheitspflicht. Der Vorbereitungslehrgang umfasst mindestens 35 Unterrichtsstunden (in der Praxis um 40 bis 42 Stunden) und behandelt die 5 theoretischen Sachgebiete:

  1. Allgemeine Fischkunde

Aufbau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Organe, Altersbestimmung, Unterscheidung der Geschlechter, Fischkrankheiten, Fischfeinde

  1. Spezielle Fischkunde

Unterscheidung der einheimischen Fischarten und Fischfamilien

  1. Gewässerkunde

Gewässertypen Fischregionen, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse, Fischhege, Besatzmaßnahmen, Pflege der Gewässer, Gewässerverunreinigung

  1. Gerätekunde

Erlaubte und verbotene Fanggeräte, Fangmethoden, Behandlung gefangener Fische

  1. Gesetzeskunde

Die Fischerei direkt betreffende Gesetze und Verordnungen

Zusätzlich werden der Gebrauch von Angelgeräten und das Behandeln von Fischen bzw. deren tierschutzgerechtes Betäuben und Töten vermittelt.

Die Prüfung

Die Anmeldung zur Fischerprüfung muss der zuständigen Unteren Fischereibehörde mitsamt den erforderlichen Unterlagen spätestens 4 Wochen vor dem Prüfungstermin vorliegen. Die nichtöffentliche Prüfung wird durch die untere Fischereibehörde durchgeführt, grundsätzlich am ersten Freitag im Juni und Dezember.

Im schriftlichen Prüfungsverlauf werden innerhalb von max. 2 Stunden im Ankreuzverfahren 10 Fragen mit je 3 Antwortmöglichkeiten aus jedem der 5 Fachgebiete gestellt. Die Prüfung ist bestanden, wenn mindestens 7 Fragen je Fachgebiet richtig beantwortet sind. Nach bestandener Prüfung erhält der Prüfling ein Prüfungszeugnis. Je nach Bundesland auch abweichend und beinhaltet auch eine praktische Komponente.

Die Art und der Umfang des Fragenkatalogs sind je nach Bundesland unterschiedlich. Wir informieren sie hier gerne zeitnah.

Eine nichtbestandene Prüfung muss vollständig wiederholt werden, frühestens zum nächsten Prüfungstermin  Die Anzahl der Wiederholungen ist dabei nicht begrenzt.

Lehrgangsvoraussetzung

Bei rechtzeitiger Anmeldung können grundsätzlich alle Interessierten an den Lehrgängen teilnehmen.

Prüfungsvoraussetzung

  • Muss das 13. Lebensjahr vollendet haben
  • Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland
  • Pass, Personal- oder Kinderausweis
  • Schriftliche Prüfungsanmeldung bzw. Einladung zur Prüfung, Stundennachweis, je nach Bundesland
  • Bescheinigung über die eingezahlte Prüfungsgebühr
  • Volle Geschäftsfähigkeit bzw. bei Minderjährigen die Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters
  • Polizeiliches Führungszeugnis (nicht bei allen Fischereibehörden erforderlich)

Gebühren und Kosten

Lehrgang:    100 (Jugendliche) bzw. 150 Euro (Erwachsene) inkl. aller Schulungsmaterialien

Prüfung:       Kosten auf Anfrage